Donnerstag, November 30, 2006

"what if - was wäre wenn"

Heute mal ein wenig Werbung... ;-)

Jetzt entscheiden die Leser - auch über meine SF-Story beim Autorenwettbewerb „what if“

"Es ist tatsächlich passiert, meine Kurzgeschichte "Aimée: Herr im eigenen Haus" gehört zu den Zehn für den Publikumspreis nominierten Texten und steht ab heute zum Voting online.

"what if - was wäre wenn" lautete die Preisfrage, die der Bayerische Rundfunk und Telepolis, das Magazin für Netzkultur, anlässlich des Informatikjahrs 2006 einer internationalen Autorenschaft gestellt hatten. Über 340 Autoren aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, aber auch aus England, Ungarn, Spanien, den USA, Australien und Indien haben an diesem internationalen Science Fiction-Wettbewerb teilgenommen. Aus den eingesendeten Kurzgeschichten und Hörspielen wurden 10 Beiträge von einer Vorjury ausgewählt.
Diese SF-Geschichten sind nun für den Publikumspreis auf Telepolis zur Online-Abstimmung veröffentlicht.

Unter den Preiskandidaten befindet sich auch meine SF-Story: „Aimée: Herr im eigenen Haus" - Ich bin niemand und tot jeden Tag stundenlang. Schließlich schalte ich mich ab, wenn nichts zu tun ist oder glaubst du ernsthaft, mein Bewusstsein erfreut sich an eurem Ehegeplänkel? Das überlasse ich liebend gerne meinen Standby-Subroutinen."
Weiter lesen...

"Ich würde mich sehr freuen, wenn Ihr ein kollegiales Votum für meine Geschichte abgeben könntet" [Zur Abstimmung...]

Viel Spass beim Lesen und ähhh Danke!


quelle: chefarztfraulicher:beobachter

Also meine Stimme haste! ;-) Viel Erfolg wünscht der Antistaat...

Freitag, November 24, 2006

Vogelgrippe – Ein neuer Virus wird erfunden

Während des 9. European Health Forums in Gastein/Österreich wurde zugegeben, dass es ein Fehler war, dass behauptet wurde, dass Vögel die Vogelgrippe verbreitet hätten, weil dies zu massiven Widersprüchen und einem Verlust an Vertrauen in die Wissenschaft führte. Man solle doch bitte nur noch behaupten, dass die Vogelgrippe durch illegale Fleischtransporte und den Tourismus übertragen würde.

Vorhergesagt wurde nun, dass ein neues Vogelgrippe-Virus vom Typ H5N8, welches von Mensch zu Mensch springt und diese tötet, in einem südostasiatischen Land von der WHO festgestellt werden wird, worauf die WHO die globale Influenza-Pandemie ausrufen und die Pandemie-Pläne aktivieren wird.

Die ausbrechende Panik soll in 3 Phasen gesteigert und mit Hilfe der Medien und der Wirkung des Tamiflus in Wellenbewegungen von Chaos, durch Quarantäne und den Zusammenbruch der öffentlichen Ordnung und der Wirtschaft und Tod durch Tamiflu, zweimal über den Globus ziehen, bevor dann die Bevölkerung mit besonders wirksamen Impfstoffen zwangsweise mehrfach geimpft werden soll. Das Teuflische an der jetzigen Planung, die eindeutig besser böser und Erfolg versprechender geworden ist, ist dass jetzt Babies und Kleinkinder mit in die Pandemie-Strategie aufgenommen worden sind. Wie sagt man in den Medien? Tiere und Kinder geh’n immer.

"Kinderaugen! - Denen ist doch kein Trick zu schmutzig", empörte sich eine Leserin am Telefon. "Ich schicke Ihnen die Anzeige zu, damit Sie sich selbst ein Bild machen können. Tamiflu durchs Kinderzimmer."

Die Tamiflu-Anzeige kam am Mittwoch per Mail.
Der alte Marketingtrick, große dunkle Kinderaugen, die den Beschützerinstinkt wecken und das Hirn ausschalten sollen - unübersehbar!


Das Gesamte Interview finden Sie hier.

Dienstag, November 07, 2006

Das Märchen von der Vollbeschäftigung

Der technologische Fortschritt macht den Produktionsfaktor Arbeit zunehmend überflüssig. Trotzdem wiederholen wir gebetsmühlenhaft das Mantra von der Vollbeschäftigung. Die Realität schert sich bloß nicht um unsere Illusionen.

Eine sachlich falsche Behauptung wird durch ständige Wiederholung zwar nicht zuterffender, aber irgendwann immerhin zur gefühlten Wahrheit. Der britische Biologe Richard Dawkins beschrieb die Eigendynamik der Ideen 1979 in seinem Buch "Das egoistische Gen" als "Mimetik". Sie erweitert die Darwinsche Idee der Selektion auf den Bereich der Kultur. Gedankeneinheiten/Ideen werden innerhalb der Kultur ständig reproduziert. Wie ein Gen fungiert dabei jedes "Mem" als Replikator und es wirken die gleichen Prinzipien wie in der Evolutionstheorie. Die deterministische Kraft solcher Denkmuster nimmt mit der Anzahl der Wiederholungen zu und wird schließlich zur ungeprüft angenommenen Wahrheit [Sind die Gedanken wirklich frei?].

Wie ein Dawkinsches "Mem" hat sich auch eine Pseudotheorie zu den Ursachen der Massenarbeitslosigkeit verbreitet. Völlig ungeprüft ist eine bloße Behauptung zur Grundlage der Diskussion über die Zukunft der Erwerbsgesellschaft gemacht geworden. Ein Diskurs, der auf der Annahme womöglich unzutreffender Sachverhalte geführt wird, kann schwerlich zu „realitätsfesten" Ergebnissen führen.

Zum Verlust industrieller Arbeitsplätze wird unablässig behauptete, wir verlören in Deutschland Jobs weil die bösen Unternehmer Stellen ins Ausland verlagern. Tatsache ist aber, die Zahl der Arbeitsplätze die in Deutschland verschwinden weil sie in Billiglohnländer verlagert werden, ist gering...

..weiterlesen? -> chefarztfrau@germanblogs.de

Donnerstag, November 02, 2006

Olmerts rechter Neuzugang: "Sollten Gaza wie die Russen Tschetschenien behandeln"

Die Aufnahme der nationalistischen Partei “Israel Beiteinu” in die Regierungskoalition und die Ernennung deren Vorsitzenden Avigdor Lieberman zum neuen Minister für strategische Planungen verdeutlicht die Botschaft, die Israels Premierminister Ehud Olmert der Welt zu verstehen gibt: Wir haben zwar schon aus dem Gazastreifen ein übergroßes Konzentrationslager gemacht und aus dem Libanon ein Übungsgelände für unsere Luftwaffe, aber wir pochen weiter auf Krieg. Wir haben zwar schon Gesetze in Israel, welche eine “reine” Gesellschaft garantieren, die möglichst frei von Palästinensern sein soll und in der chinesische Gastarbeiter den jüdisch/israelischen Genpool nicht verunreinigen dürfen, aber wir zeigen weiterhin völlig offen und ungehemmt unsere rassistische Abneigung gegen Araber.

In punkto Krieg sollte es den Beobachter warnen, dass Minister Liebermans Hautaufgabengebiet der Iran sein wird. In punkto Rassismus sprechen Liebermans Aussagen für sich:
“Der 48-Jährige sieht die arabische Bevölkerung Israels, die etwa 20 Prozent der sieben Millionen Bürger ausmachen, als «fünfte Kolonne» an. Er befürwortet daher einen Austausch der von israelischen Arabern bewohnten Gebiete in Galiläa gegen jüdische Siedlungsblöcke im Westjordanland, die dafür Israel zugeschlagen werden sollen.

Der Politiker hat in der Vergangenheit durch scharfe Äußerungen gegen Araber und Palästinenser für Aufsehen gesorgt. Im Mai verglich er etwa arabische Abgeordnete im israelischen Parlament mit Nazi-Kollaborateuren und drückte die Hoffnung aus, dass sie hingerichtet werden.”
Nach seiner Amtseinführung und nach der ersten Besprechung mit dem Kabinett hat Lieberman nun verkündet, wie er das Palästinenserproblem angehen will. Man solle im Gazastreifen so vorgehen, “wie die Russen in Tschetschenien.” Also Krieg führen und die Unabhänigigkeit des kleineren, überwiegend muslimisch bevölkerten Landes nicht anerkennen.

Jedem umsichtigen Menschen, der kein antiarabischer Rassist ist, müsste die Aufnahme von Lieberman in die Regierung Israels also ein Dorn im Auge sein. Doch die USA empfangen ihn mit Freuden.

Artig die Wünsche der Israellobby befolgend, empfängt die US-Politelite Lieberman artig schon am 8. Dezember in den USA. Es wird Liebermans erster Auslandsbesuch sein. Eingeladen ist er vom wahrscheinlich größten Kriegsverbrecher der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts, Henry Kissinger. Seine Rede auf einem Treffen der Brookings Institution wird von zwei Reden des Vorzeigeehepaars der NeoLibs flankiert, den Clintons.

In den USA wird Lieberman früher oder später auf Politiker wie die Abgeordnete Katherine Harris treffen, die der Überzeugung ist, dass “Juden das auserwählte Volk” sind. Er trifft auf eine christliche Gemeinschaft, die Israel in der Besetzung Palästinas uneingeschränkt unterstützt, weil die Errichtung des Großen Israels Jesus aus seinem Winterschlaf wecken würde.

Unter dieses Gegebenheiten werden auch weiterhin ein Haufen arabischer Menschen sterben, weil israelische Rassisten wie Lieberman von zionistischen Christen aus den USA geschützt werden. Die Rechnung darf “das Volk, das bei Gottes Auswahl leider leer ausging” bezahlen.


quelle: politblog.net